LaserCutter

Aus FabLab Winti Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Lasersaur

Der LaserCutter des FabLab ist ein LaserSaur, welchen wir über die letzen Monate hinweg aufgebaut haben.

Als Grundlage haben wir die Version 14.03 genommen. Der Rahmen wurde aber nach unten hin von uns bereits höher gemacht, damit wir die Möglichkeit haben, eine motorisierte Z-Achse einzubauen. Diese ist bereits in der Produktion und wird in den nächsten Monaten (Jetzt ist Mai '15) in Betrieb genommen. Nach diesem Zeitpunkt könnt ihr auch grosse Objekte gravieren und müssten den Fokus für dickere Platten nicht mehr von Hand verstellen.

Diese Version des LaserSaur ist also einmalig und existiert nur im FabLab Winti!

Damit können Sperrholz-, MDF-, Karton- und Acrylglas-(Plexiglas (PMMA Polymethylmethacrylat)) Platten geschnitten oder graviert werden.

Achtung.png  ES DÜRFEN KEINE ANDEREN KUNSTSTOFFE ALS PMMA MIT DEM LASER VERARBEITET WERDEN!
DIE DABEI ENTSTEHENDEN DÄMPFE SIND GESUNDHEITSSCHÄDIGEND!


Unterschiedliche Materialien haben unterschiedliche Eigenschaften. Die folgende Tabelle enthält Empfehlungen für die Geschwindigkeits- und Leistungserte.

Material Dicke Methode Geschwindigkeit Leistung Bemerkung
Sperrholz 4 mm Schneiden 1500 50%° Pfeilrechts.jpg ab 40% möglich
Sperrholz 4 mm Gravieren 1500 10%°
Sperrholz 6 mm Schneiden 1500 60%°
Sperrholz 6 mm Gravieren 1500 10%°
Acrylglas 6 mm Schneiden 1500 70%°
Acrylglas 6 mm Gravieren 1500 10%°
Achtung Laser

Achtung:

Diese Anlage arbeitet mit einem unsichtbaren Laserstrahl. Unsachgemässe Bedienung kann zu Verletzungen des Bedienpersonals und/oder zur Beschädigung der Anlage führen!


Achtung Laser

Im FabLab Winti dürfen NUR Holz, MDF, Acrylglas (PMMA) und Karton geschnitten werden!


Achtung Laser

ACHTUNG:

Einige Kunststoffe sondern beim Laserschneiden extrem schädliche Gase ab, deshalb darf im FabLab Winti ausser Acrylglas (PMMA) kein anderer Kuststoff geschnitten werden!


1. Grundlagen

Unser Lasercutter ist ein OpenSource Projekt namens LaserSaur (http://www.lasersaur.com), welches wir bereits Hard- und auch Softwaremässig speziell für das FabLab Winti erweitert haben und noch erweitern werden.

Wir haben eine 100W-CO2-Laserquelle. CO2-Laserstrahlen sind unsichtbar, daher kannst du nicht sehen, wenn der Laserstrahl irgendwo aus der Maschine schiesst. 100W sind sehr viel Leistung und können auch für dich, deine Augen und deinen Körper sehr gefährlich werden!

Aus diesem Grund ist jeder Betrieb untersagt, sobald die Optiken irgendwie verstellt wurden (z.B. durch Anschlagen mit der Hand)!! Bitte melde dich unbedingt bei einem LabManager!!

2. Eine Datei vorbereiten --> SVG erstellen

Um mit dem LaserSaur möglichst „reibungslos“ arbeiten zu können, benötigen wir eine SVG-Datei mit dem Schnittmuster, dass der Lasercutter danach ausschneiden soll. Wenn ihr im Internet nach Laserprojekten sucht, findet ihr normalerweise SVG- oder DXF-Dateien. Mit SVG-Dateien seid ihr sorgenfrei, mit DXF-Dateien beginnt leider eine Konvertierungs-Odyssee.

2.1 Inkscape Grundlagen

Inkscape ist ein OpenSource Projekt für Illustrationen, man kann mit diesem Tool sehr gut und einfach SVG-Dateien erstellen. Im Übrigen ist SVG ein HTML-Format, wenn ihr genügend Zeit und Lust habt, könnt ihr also eine solche Datei auch von Hand programmieren.

2.1.1. Ein Dokument einrichten

Öffnet nun Inscape und erstellt ein neues Dokument. Nun stelle ich die Arbeitsfläche jeweils so ein, dass sie dem Rohmaterial entspricht, aus dem ich es ausschneide.

2.1.2. Objekte erstellen

Über das Menü auf der rechten Seite könnt ihr nun Kreise, Vierecke, Freihandlinien und vieles mehr zeichnen und erstellen. Positioniert euer Objekt oben links, da ist auch der Nullpunkt des Lasers.

2.1.3. Objekte Gruppieren und Gruppierungen aufheben

Macht euch mit dem Kontext-Menübefehl „Gruppieren“ und „Gruppierung aufheben“ bekannt, welche auf der rechten Maustaste liegen. Diese werdet ihr wohl noch öfter brauchen bei euren Projekten.

2.1.4. Objekte korrekt einfärben

Für die Lasertags brauchen wir zukünftig verschieden farbige Pfade und Objekte. Da der Lasersaur letztlich nur mit Konturen und Pfaden arbeitet, nützt euch eine ausgefüllte Fläche nichts. Ihr könnt Objekte und Pfade wie folgt einfärben; selektiert ein Objekt, klickt mit der rechten Maustaste drauf und wählt „Objekteigenschaften“ nun sollte am rechten Bildschirmrand ein Fenster aufgehen mit den Tabs „Füllen“, „Farbe der Kontur“ und „Muster der Kontur“. Aktiviert bei Füllen das „X“, so ist das Objekt leer und wählt bei „Farbe der Kontur“ eine der Farben für die Schnitt-Reihenfolge (dazu kommen wir gleich).

Manchmal ist das Menü von einem anderen verdeckt, schliesst dann mal das „Filter-Menü“ über das kleine „X“ ganz rechts an der Seite.

2.1.5.Objekte messen

messen 2

Um sicherstellen zu können, dass ihr auch die richtigen Masse habt, könnt ihr natürlich auch messen. Es ist gerade bei steckbaren Projekten Laserprojekten sehr wichtig, dass die Masse der Schlitze mit den Massen der Platte, die geschnitten wird, übereinstimmt.

Wenn ihr ein File von einem DXF nach SVG konvertieren musstet, kann es sein, dass das nicht mehr genau masshaltig ist, daher ist das Nachkontrollieren sehr wichtig!

Selektiert wieder ein Objekt, oben in der Menüleiste hat es nun zwei editierbare Positionsfelder X und Y, sowie zwei Grössenangaben B und H, diese sind aber noch auf die Masseinheit Pixel eingestellt.

Nun könnt ihr über das Dropdown oben ganz rechts, die Masseinheit in Millimeter umstellen.

Nun könnt ihr in den Feldern B für Breite und H für Höhe die Masse in Millimeter ablesen.

Wenn diese nicht stimmen, können wir die Objekte nun transformieren.

2.1.6. Objekte transformieren

transformieren

Um Objekte zu transformieren, müsst ihr im Menü „Objekt“ den Punkt „Transformation“ anwählen.

Jetzt öffnet sich wieder auf der rechten Seite ein Dialogfenster. In dem könnt ihr nun das Objekt skalieren, drehen und sonst noch ein paar Sachen damit machen.

Am Schluss müsst ihr einfach noch auf „Anwenden“ klicken, damit die Aktion übernommen wird.

2.1.7. Objekte in Pfade wandeln

in Pfad wandeln

Für gewisse Aktionen ist es notwendig und auch für den Lasersaur ist es einfacher, wenn ihr danach die Objekte in Pfade umwandelt.

Das geht einfach, indem ihr das Objekt markiert und im Menü „Pfad“ den Punkt „Objekt in Pfad umwandeln“ wählt.

2.1.8. Flächen rastern mit Inkscape

eggbotcode

Um Flächen und das innere von Schriften gravieren zu können, müssen wir nun erst einmal Inkscape ein wenig erweitern.

Wir folgen dabei der Instruktion von http://www.thingiverse.com/thing:4943 und laden uns von der Seite https://code.google.com/p/eggbotcode/source/browse/#git%2Finkscape_contributed die Eggbot-Dateien runter (den Link findet ihr in den Instruktionen von Thing 4943). Im zweiten, hellblauen Band befindet sich ein Download-Link für eine Zip-Datei.

eggbot erweiterung

Nun entzippen wir die Datei und gehen in das Verzeichnis, dann in den Eggbot-Ordner und da in den Ordner „inkscape_contributed“ und kopieren da dann die Dateien „eggbot_hatch.inx“ und „eggbot_hatch.py“

Diese fügen wir nun auf Windows im Ordner „C:/Program Files/Inkscape/share/extensions/“ und auf Mac im Ordner „/Applications/Inkscape.app/Contents/Resources/extensions/ “ ein. Nun starten wir Inkscape neu.

Jetzt habt ihr im Menü „Erweiterungen“ einen neuen Untereintrag namens „Eggbot“

Nun rastern wir erst Mal eine Fläche, dazu zeichnen wir ein Viereck, welches wir dann auch gleich in einen Pfad umwandeln.

Nun wählen wir die Hatch-Fill Erweiterung an, die wir soeben installiert haben. Ein neuer Dialog öffnet sich. Als gute Werte haben sich die folgenden herausgestellt:

Hatch angle: 45 Hatch spacing: 2.0 Minimum hatch and gap length: 0.0 Tolerance: 20.0 Crosshatch: deaktiviert

Achtung!!! Je nach Einstellung, dauert das errechnen des Musters unglaublich lange!!!